Familien- und Namensforschung im Samland

Genealogy in East Prussia (Sambia)

                                                                                                                                                                                                               

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


                                                             © Bundesamt für Kartographie und Geodäsie 2005                                 http://www.bkg.bund.de

 

Die Kirchen im Samland / The Parish Churches in Samland

 

 

Textfeld: Seiten-Übersicht

Die Kirchen im Samland
Ortsfamilienbuch Kaimen, Kreis Labiau
Aktuelle Bilder aus dem Kirchspiel Kaimen
Historische Bilder aus dem Kirchspiel Kaimen
Das virtuelle Standesamt Kaimen
Ortsfamilienbuch Groß Legitten, Kreis Labiau
Ortsfamilienbuch Schönwalde, Kreis Königsberg-Land
Ortsfamilienbuch Arnau, Kreis Königsberg-Land
Ortsfamilienbuch Heiligenwalde, Kreis Königsberg-Land

Allgemeine Informationen
Tipps zur Ahnenforschung
Tipps für Reisen ins nördliche Ostpreußen
Tipps zur Erstellung von Ortsfamilienbüchern
Ortsfamilienbücher zu Ostpreußen

Namensforschung Plew, Plewe, Plehwe, von Plehwe
„Mein“ Stammbaum
Stammbaum der Familie Plehwe und von Plehwe
Der Hof Dwarischken im Besitz der Familie von Plehwe
Historische Dokumente

Von den 36 Kirchen dieser Auflistung (außerhalb der Stadt Königsberg) haben die meisten den Krieg ohne nennenswerte Schäden überstanden. Einzig acht Gotteshäuser zwischen Pillau und Königsberg litten stark bei dem Versuch der Roten Armee, die Provinzhauptstadt einzuschließen. Umnutzung, mangelnde Wartung, Vandalismus oder auch planmäßiger Abriss führten dazu, dass heute nur noch zehn von ihnen in gutem Zustand sind.

 

Die Angaben zum Zustand der Kirchen bzw. deren Ruinen entsprechen dem Stand von Anfang 2005. Die Zeiträume, zu denen Kirchenbücher erhalten geblieben sind, ergeben sich aus den Registern, die das Sächsische Staatsarchiv Leipzig, das Evangelische Zentralarchiv Berlin und die LDS-Kirche veröffentlicht haben.

 

Diese Seite ist eine übersichtliche Zusammenstellung einer Vielzahl an Informationen. Wenn Sie Angaben haben, die diese sinnvoll ergänzen können, wenden Sie sich bitte an mich. Mein spezielles Anliegen ist die Erfassung der Kirchenbücher. Für Korrekturen der angegebenen Zeiträume, die im Einzellfall nicht nachgeprüft wurden, aber auch für die Nennung noch unbekannter Bestände wäre ich Ihnen sehr dankbar. Daten zu Standesamstunterlagen finden Sie hier.

 

Die Möglichkeiten der modernen Technik machen virtuelle Reisen nach Ostpreußen möglich. Google Earth bietet hoch aufgelöste Satellitenbilder auch aus einigen Teilen des Samlandes an. Soweit die Kirchen dort abgebildet sind, sind sie auch in dieser Seite enthalten. Die Originalphotos aus dem Weltraum haben eine deutlich höhere Auflösung als hier aus Platzgründen wiedergegeben.

 

The parish churches listed here have mostly survived the last war without being damaged. Only 8 out of them between Pillau and Koenigsberg suffered during the attempt of the Red Army to siege the provinces capitol. Misusing, lack of maintenance, vandalism and planned destruction led to a point, where only 10 of the churches are in a good condition. 

 

The description of the status of the churches or their ruins was gathered in spring 2005. Information on the church books have been taken from the registers of the Saxonian State Archive Leipzig, the Evangelical Central Archive Berlin and from the LDS-Church.

 

This site is an overview description of many aspects of the churches in Samland. If you have data that may have to be added to this site, please let me know. On the other hand I’m interested in gathering information on the remaining church books. If there are any mistakes in the years shown beneath, don’t hesitate to contact me, as well as if you know from church books that have not been listed.

 

Google Earth is providing high resolution satellite images from some parts of Sambia. As far as they are available they are included here. Due to the size of the pictures the resolution shown here is lower then in the original pictures.

 

Arnau                                                                                                  nach oben / top

Baugeschichte / History

Die Kirche ist eines der wichtigsten Baudenkmäler Preußens und war eine bedeutende Wallfahrtskirche im Ordensland. Die ältesten Teile des Chores stammen vermutlich aus der Zeit um 1340 bis 1350. Der einschiffige Bau mit eingezogenem Chor steht als Backsteinbau teilweise auf Feldsteinsockel.

 

Lage / Situation

Die etwas versteckt liegende Kirche ist über die neue Straße östlich von Königsberg einige Kilometer nach dem Polizeiposten zu finden.

 

Zustand / Status

Die Kirche wurde im Krieg nicht oder nur an der Turmhaube beschädigt. Vor dem Beginn der ab 1994 auch mit deutschen Mitteln stattfindenden Restaurierung war das Dach des Kirchenschiffes flach gedeckt, der Kirchturm nur bis zur Höhe dieses Daches erhalten und die nördliche Vorhalle eingefallen. Die Gewölbe sind erhalten. Eine in halber Höhe im Kirchenschiff eingezogene Decke teilte dieses in einen Trockenboden und darunter liegende Lager. In den Chor wurde ein Tor eingefügt. Die vor mehreren Jahren begonnene Instandsetzung scheint seit längerem zu ruhen. Der Kirchturm ist in seiner alten Form fertig gestellt. Das Gelände von Kirche und Kirchhof ist als Baustelle nicht betretbar.

 

The tower has been damaged during WW II. Before the restoration started in 1994 the roofs were closed with asbestos-plates less steeply as it was originally. The remnants of the tower were as high as the roof of the church ship. The northern entrance hall was demolished. There was a ceiling in the church ship that divided it into a drying floor above and a storage hall below. The vaults were intact. There had been a entrance gate in the choir. The restoration seems to have been stopped, at least the tower has been build up in its old shape. You are not allowed to enter the building site.

 

Orte der Gemeinde / Villages

Arnau - Preußisch Arnau - Altsitt - Friedrichswalde - Fuchshöfen - Fünflinden - Gamsau - Jungferndorf - Koggen - Groß Legden - Klein Legden - Legitten - Linken - Littersdorf - Mantau - Maternhof - Norgehnen - Poduhren - Praddau - Praßnicken - Ramstau - Siebeneichen - Spohr - Stangau - Spitzings - Tromitten - Waldau - Wargienen - Wolfsdorf

 

Kirchenbücher / Church Books

Bestände / Available Books

Geburten / Baptisms:                      1668 - 1874 

Trauungen / Weddings:                   1681 - 1874

Beerdigungen / Funerals:               1680 - 1874

 

Kriegsverluste / War Losses

Kirchenbücher                                  1875 - 1945

Schullehrerseminar Waldau           1871 - 1921 (bis Kriegsende im Pfarramt Arnau)

 

 

Cranz                                                                                    nach oben / top

Baugeschichte / History

In Cranz wurde 1897 eine Kirche in gotischem Stil aus Rohziegeln errichtet. Der Chor ist gerade geschlossen. Der Vorgängerbau von 1855 wurde in Zimmerbude wieder errichtet.

 

Lage / Situation

Von Süden kommend folgen Sie der Straße, die östlich um den Ortskern herumführt. Der Abzweig ist direkt am Ortseingang zu finden. Die Kirche ist dann leicht zwischen den vielen Neubauten zu erkennen. Das Satellitenbild zeigt die Kirche inmitten einer weitgend erhaltenen Struktur des Ortes.

 

Zustand / Status

Die Kirche blieb im Krieg unversehrt und diente danach überwiegend als Lagerhalle. Heute ist sie das Gotteshaus einer Orthodoxen Gemeinde und in gutem Zustand.

 

The church was not harmed in WW II and served afterwards as a storage hall. Today its the home of a orthodox community and in a very good status.

 

Orte der Gemeinde / Villages

Bledau - Cranz - Cranzbeek - Garbeck - Rodahn - Rosehnen - Schwendtlund - Wargenau - Wosegau

Kirchenbücher / Church Books

Die Gemeinde wurde 1877 gegründet.

 

Bestände / Available Books

Keine Bestände bekannt / No church books known

 

Kriegsverluste / War Losses

Kirchenbücher                                  1877 - 1945

 

 

 

 

 

 

Fischhausen                                                                           nach oben / top

Baugeschichte / History

In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde dieser Backsteinbau errichtet und zuletzt im 20. Jahrhundert renoviert. Vor dem Eingang standen lebensgroße Figuren des Heiligen Adalbert, des Bischofs Georg von Polenz und Christi. Diese ursprünglich in Terrakotta ausgeführten, später in Bronze erneuerten Figuren waren ein Geschenk König Friedrich Wilhelms IV.

 

Lage / Situation

Der alte Stadtkern befindet sich, von Königsberg kommend, vor der heutigen Stadt. Einzige Orientierung sind der Verlauf der Wasserwege und die Lage der Brücken. Ein Messtischblatt ist hilfreich. Die Kirche liegt südlich der Straße und ist nur an dem Baum, der früher vor ihr stand, zu lokalisieren. Das Satellitenbild zeigt die Durchgangsstraße und das historische Stadtzentrum. Die Kirche befand sich in der Bildmitte.

 

Zustand / Status

Die Stadt und die Kirche haben im Krieg stark gelitten. Bis ca. 1961 stand die Ruine in den Resten der Stadt. Um dem vorbeifahrenden Nikita Chruschtschow diesen Anblick zu ersparen, wurde das ehemalige Zentrum eingeebnet. Heute ist es nur schwer, vor der neuen Stadt, zu finden.

 

The town as well as the church suffered badly in WW II. Till 1961 the ruin was still standing in the remnants of the town. In that year the city centre was levelled so that Nikita Chruschtschow, head of the USSR, would not see it while passing the city. Today the site of the old town is hardly recognisable.

 

Orte der Gemeinde / Villages

Bludau - Carlshof - Caspershöfen - Dargen - Fischhausen - Forken - Geidau - Kallen - Kobbelbude - Littausdorf - Ludwigsfelde - Milchbude - Neuendorf - Sanglienen - Schäferhof - Wischrodt

 

Kirchenbücher / Church Books

Die Gemeinde wurde 1305 gegründet.

 

Bestände / Available Books

Stadt / Town:

Geburten / Baptisms:                      1648 - 1714, 1717 - 1944

Trauungen / Weddings:                   1648 - 1714, 1717 - 1944

Beerdigungen / Funerals:               1648 - 1714, 1717 - 1943

 

Land / Countryside:

Geburten / Baptisms:                      1776 - 1934

Trauungen / Weddings:                   1776 - 1843, 1855 - 1942

Beerdigungen / Funerals:               1776 - 1834, 1904 - 1934, 1944

 

2. Pfarrstelle / 2nd Office:

Geburten / Baptisms:                      1868 - 1934

Trauungen / Weddings:                   1913 - 1934

Beerdigungen / Funerals:               1868 - 1934

 

Kriegsverluste / War Losses

unbekannt / not known

 

Links

Kreisgemeinschaft Fischhausen

 

Germau                                                                                 nach oben / top

Baugeschichte / History

Als Teil der ehemaligen Burg des Deutschen Ordens ist sie aus Teilen der Kapelle und des Remters der Burg hervorgegangen. Der verputzte Feld- und Backsteinbau war um Chor und Schiff mit einem Wehrgang umgeben.

 

Lage / Situation

Gegenüber einem mächtigen russischen Denkmal befindet sich der Eingang zu dem erhöht liegenden Gelände der ehemaligen prussischen Burg, das über lange Treppen zu erreichen ist. Das Satellitenbild zeigt im oberen Teil das Rund des russischen Ehrenmals und im Zentrum das mächtige Quadrat der Ordensburg mit der Kirche.

 

Zustand / Status

Die Kirche und der Ort litten im Krieg schwer. Erstere ist als fast vollständig abgetragene Ruine im Rahmen einer Erinnerungsstätte in ihrer jetzigen Form gesichert und befindet sich in einer gepflegten Umgebung. Erhalten ist ein Teil der östlichen Wand des Chores, an das nachträglich mit Feldsteinen an beiden Seiten eine stilisierte Treppe angemauert wurde. Ein weiterer Mauerteil, der von der Südwand des Kirchenschiffes stammen sollte, scheint ebenfalls erst nachträglich errichtet. In der Umgebung der Kirche befinden sind einige alte und neuere deutsche Grabsteine und Listen mit Kriegsopfern. An der Ruine sind Epitaphe erhalten geblieben.

In the war the village and church suffered badly. The church is removed almost completely and the remnants are now within a maintained surrounding. The area is a memorial site. Some parts of the church choir a still standing on which afterwards some stair-like walls have been added. At the ruin some epitaphs have been survived. Other parts of the northern wall of the church seem to be build up after the war. The area holds new and old German grave stones and lists of victims of the war.

 

Orte der Gemeinde / Villages

Adl. Annchenthal - Bohnau - Corjeiten - Ellerhaus - Gauten - Germau - Godnicken - Grebieten - Groß Hausenberg - Jouglauken - Kirpehnen - Panjes - Krattlau - Lengnieten - Lesniken - Linkau - Mellies - Nodems - Nöpkeim - Polennen - Groß und Klein Powayen - Sacherau - Saltnicken - Spinnerhaus - Rothenau - Trulick - Willk

 

Kirchenbücher / Church Books

Die Gemeinde wurde ca. 1270 gegründet.

 

Bestände / Available Books

Geburten / Baptisms:                      1667, 1674 - 1944

Trauungen / Weddings:                   1691 - 1944

Beerdigungen / Funerals:               1691 - 1944

 

 

 

Goldbach                                                                               nach oben / top

Baugeschichte / History

Die Kirche in Goldbach geht auf das 14. Jahrhundert zurück, wurde aber 1706 stark überarbeitet. Sie ist ein Saalbau aus Feld- und Ziegelsteinen und liegt auf steiler Anhöhe über dem Ort.

 

Lage / Situation

Die Kirche ist von Norden kommend leicht an ihrer exponierten Lage zu erkennen und zu Fuß zu erreichen.

 

Zustand / Status

Die unzerstörte Kirche wurde bis in die 70er-Jahre als Lagerhalle benutzt, dann aber aufgegeben. Zum Ende dieses Jahrzehnts stürzte das Dach ein. Heute ist nur der Turm ohne Dach erhalten. Vom Kirchenschiff sind nur noch Mauerecken zu erahnen.

 

The undestroyed church was used as storage hall till the 1970’s. Afterwards unused in the end of the 1970’s the roof collapsed. Today only the tower without roof is still standing. The ship is removed. Only some rubble shows the end of the choir.

 

Orte der Gemeinde / Villages

Adamswalde - Augstupöhnen - Deimehaus - Emilienwalde - Groß Fritschienen - Klein Fritschienen - Garbeningken - Goldbach - Groß Goldbach - Klein Goldbach - Groß Kuglack - Hirschfeld - Karpau - Groß Keylau - Klein Keylau - Klein Kuglack - Groß Köwe - Klein Köwe - Groß Kuglack - Lischkau - Moterau -  Perkeisten - Perkuiken - Perpolken - Roddau - Rosenfelde - Groß Schleuse -Schönbruch - Szillenberg - Szillenbruch  - Groß Uderballen - Klein Uderballen - Waldhaus - Wilhelminenhof - Wilmsdorf

 

Kirchenbücher / Church Books

Die Gemeinde wurde vor der Reformation gegründet.

 

Bestände / Available Books

Geburten / Baptisms:                      1679 - 1863 

Trauungen / Weddings:                   1693 - 1857

Beerdigungen / Funerals:               1716 - 1872

 

Kriegsverluste / War Losses

Kirchenbücher                                  - 1945

Kirchenbuchduplikat                        - 1874

 

Links

Enlisch sprachiges Buch u.a. über die Kindheit in Goldbach von 1946 bis 1948

 

Groß Heydekrug (Großheidekrug)                                             nach oben / top

Baugeschichte / History

1931 wurde diese Kirche, ein unverputzter kompakter Ziegelbau, errichtet.

 

Lage / Situation

Um die Reste der Kirche zu finden empfiehlt sich das Messtischblatt. Sie stand am östlichen Rand der Ortschaft, südlich direkt an der Straße. Das Pfarrhaus ist einzige verbliebene Orientierung.

 

Zustand / Status

Im Krieg stark beschädigt, stand die Ruine noch bis 1948, wurde aber dann als Steinbruch benutzt. Sie ist heute nur ein Schutthaufen.

 

Heavily damaged in WW II, the ruin was standing till 1948. Afterwards it was used as a quarry. Today only some rubble shows the position of the building.

 

Orte der Gemeinde / Villages

Caporn - Groß Heidekrug - Klein Heidekrug - Marschehnen - Margen - Nautzwinkel - Pokeiten - Vierbrüderkrug - Widitten

 

Kirchenbücher / Church Books

Die Gemeinde wurde 1896 aus Teilen der Gemeinden Wargen und Medenau gegründet.

 

Bestände / Available Books

Geburten / Baptisms:                      1896 - 1944

Trauungen / Weddings:                   1896 - 1944

Beerdigungen / Funerals:               1896 - 1944

 

Groß Kuhren                                                                                       nach oben / top

Baugeschichte / History

Die 1915 geweihte Kirche war Tochterkirche der Gemeinde Heiligenkreutz. Sie wurde in neugotischem Stil in Backstein ausgeführt.

 

Lage / Situation

Die Kirche liegt ein gutes Stück nördlich der Durchgangsstraße und ist gelegentlich zwischen den Häusern auszumachen. Das Satellitenbild zeigt die Durchgangsstraße rechts unten und die Kirche (mit alter grauer Eindeckung) im Zentrum.

 

Zustand / Status

Obwohl nach dem Krieg zeitweise ungenutzt, ist die zwischenzeitlich als Tanzsaal verwendete Kirche heute in sehr gutem Zustand.

 

Almost unused since the war, the church served for instance as a dance club. The building with its new roof is in a very good condition.

 

Kirchenbücher / Church Books

Keine Bestände bekannt

 

No church books known

 

Links

Chronik Groß Kuhren

 

 

Groß Legitten                                                                         nach oben / top

Baugeschichte / History

Die Kirche ist ein eher schlichter Feldstein- und Ziegelbau mit gerade geschlossenem Chor aus der Zeit nach 1400.

 

Lage / Situation