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Im Internet sind mehrere
gute Anleitungen zur Erstellung eines Ortsfamilienbuches zu finden. Erwähnt sei
hier die von Volkmar Weiss. Da ich diesen Seiten keine
weitere hinzufügen möchte, sind im Folgenden nur einige Punkte aufgeführt, die
ich aus meiner Sicht für wichtig halte.
Intention
Wer sich mit dem Gedanken
trägt, ein Ortsfamilienbuch zu schreiben, sollte wissen, dass damit i.A. kein
finanzieller Erfolg zu erzielen ist und dass er sich einer komplexen
Problematik nähert, die viel Zeit und Geduld in Anspruch nimmt. Wenn durch den
Verkauf von verlegten Exemplaren wenigstens die Druckkosten eingespielt werden,
sollte man froh sein. Es kann also nur darum gehen, sich dieser Herausforderung
zu stellen und damit anderen Hobby-Genealogen viel Zeit zu ersparen. Der
Anreiz, unter seinem Namen ein Buch zu veröffentlichen, sollte aber nicht
unterschätzt werden und hilft in „dunklen“ Augenblicken, weiterzumachen.
Materialien
Wenn man das Glück hat,
in der Gegend zu wohnen, in der auch die zu bearbeitende Gemeinde liegt, kann
man natürlich direkt auf die jeweiligen Gemeinde- / Kirchenvertreter zugehen.
Im Falle der ehemaligen Ostgebiete gibt es mindestens diese Möglichkeiten:
1. Die ehemalige
Zentralstelle für Genealogie im Staatsarchiv in Leipzig. Hier liegen viele
frühe Kirchenbücher als Film vor. Alle Unterlagen enden meist spätestens 1874.
2. Das Evangelische
Zentralarchiv in Berlin. Hier kann man Kirchenbücher bis 1945 finden,
auf Mirkofiche und auch im Original.
3. Das Geheime
Staatsarchiv in Berlin. Hier kann man Kirchenbuchduplikate von ca. 1800 bis
1874 finden.
4. Die Kirchen vor Ort.
In Polen liegen die Kirchenbücher von ehemaligen katholischen Gemeinden immer
noch in den Gemeinden selbst. Evangelische Kirchenbücher wurden offenbar
großflächig eingesammelt und in den jeweiligen Gebietsarchiven zusammengefasst.
Im nördlichen Ostpreußen auf ein Kirchenbuch zu stoßen, ist nahezu
ausgeschlossen.
5. Die Kirche Jesu
Christi der heiligen der Letzen Tage (Mormonen). Ihr
Internet-Katalog bietet eine fast vollständige Übersicht über die
Kirchenbücher, die in irgendeiner Form bis heute erhalten sind. Alle diese
Materialien können ausgeliehen werden und sind meist in der nächst größeren
Stadt einzusehen.
Das Staatsarchiv Leipzig
die Möglichkeit an, Kopien von Mikrofilmen zu erstellen. Das Arbeiten mit
Mikrofilmen ist aber erst mit einem Lesegerät möglich. Eine Digitalisierung der
Filme, ggf. Papierausdrucke, sind vorzuziehen.
Das EZA unterstützt die
Erstellung von OFB durch das KOSTENLOSE Verleihen der Mikrofiches.
Die Kirchenbuchduplikate
des GStA sind ebenfalls als Mikrofilme zu erhalten, allerdings in einer sehr
kleinen Variante.
Übrigens, schauen
Sie zu Beginn nach, ob nicht schon ein Buch zu dem von Ihnen
gewünschten Ort vorliegt. Auch beim Verein für Computergenealogie
und hier sind Listen bereits erstellter Bücher einzusehen.
Das Erstellen eines
Ortsfamilienbuches...
... erfordert
verschiedene Voraussetzungen. Neben rein „technischen“, wie der Fähigkeit, die
Unterlagen lesen zu können, ist vor allem wissenschaftliches Arbeiten gefragt,
und das, obwohl Ortsfamilienbücher meist von Laien geschrieben werden. Daneben
ist auch ein wenig Erfahrung nötig, um die Kirchenbücher einzuschätzen. Häufig
auftretende Probleme in Kirchenbüchern sind:
Änderung oder unklare
Schreibweise von Familiennamen. So kann aus Wölck schon mal Dwelck werden, mit
„e“ wird im Namen und am Namensende eher wahllos umgegangen ...
Witwen werden manchmal
mit Geburtsnamen und manchmal mit den Namen des ersten Ehegatten genannt.
Änderung der Vornamen.
Gottfried und Friedrich werden gerne vertauscht, Eleonora und Helena Dorothea
sind identisch ...
Die Kirchenbücher sind
oft lückenhaft oder zeigen manche Einträge doppelt, weil die Pfarrer vielfach
nicht gleich ins Original, sondern erst auf Spickzettel geschrieben haben.
Handwerker und
Landarbeiter hielten sich oft nicht nur an einem Ort auf. So kommt es dazu,
dass Taufen in anderen Kirchen vorgenommen wurden und Lücken in den Familien
vorliegen oder Familien aus dem Nichts kommen oder dahin verschwinden. Sind bei
Hochzeitseinträgen die Eltern nicht eindeutig genannt, sollte man sich gut
überlegen, ob man einfach 20 bis 30 Jahre zurückgeht und eine Taufe mit dem
gerade passenden Vornamen aussucht.
Grundsätzlich sollte man
aber davon ausgehen, dass eher weniger
unterschiedliche Personen gelebt haben, als es den Anschein hat. Treten
unterschiedliche Schreibweisen auf, sollte man sich dies zu jedem Eintrag
vermerken.
In der Zeit des Computers
halte ich es für ideal, das Buch gleich ins „reine“ zu schreiben. Eine
vollständig formatierte Vorlage eines WinWord-Dokumentes, also inkl. der
automatisierten Erstellung der Register, könnten Sie von mir erhalten! Es gibt
auch spezielle Programme, die als Ergebnis ein OFB ausgeben. Persönlich halte
ich diese für ungeeignet, da sie wie jede andere Datenbank Karteileichen
ansammeln. Außerdem sind natürlich die Möglichkeiten der individuellen
Markierung eingeschränkt.
„Handlungsanweisung“ (aus meiner Sicht)
1.
Idealerweise beginnt man mit der Übertragung der Hochzeiten, da diese meist
viele Informationen enthalten und die Vornamen / Geburtsnamen meist korrekt
nennen.
Michael
Neumann
Knecht in
Neuhausen, Sohn des verstorbenen Instmanns Carl N. in Schönwalde, 31 J., ev.
°° 31.11.1816 Catharina Müller Tochter des Arbeiters Gottfried M. in Neuhausen, Stieftochter von Hans Wolf in W...dorf
Zusatzinformationen: Schönwalde liegt
in einem anderen Kirchspiel und der Wohnort von Hans Wolf ist nicht lesbar.
-> farbige Markierungen
Michael Neumann
Knecht in
Neuhausen, Sohn des verstorbenen Instmanns Carl N. in Schönwalde,
31 J., ev.
°° 31.11.1816 Catharina Müller Tochter des Arbeiters Gottfried M. in Neuhausen, Stieftochter von Hans Wolf in W...dorf
2. Zuordnung der Taufen
Es wurden drei Kinder ermittelt. Zu
jeder Taufe ist als Zusatzinformation meist nur der Beruf des Vaters
verzeichnet. Als Name der Mutter ist einem Fall nicht Catharina Müller sondern Carolina Müller genannt (Fehler des
Pfarrers bei der Niederschrift), was farbig hervorgehoben wird.
Michael
Neumann
Knecht in
Neuhausen, Sohn des verstorbenen Instmanns Carl N. in Schönwalde,
31 J., ev.
°° 31.11.1816 Catharina Müller Tochter des Arbeiters Gottfried M. in Neuhausen, Stieftochter von Hans Wolf in W...dorf
Knecht Michael *
30.12.1817 Neuhausen
Instmann (M: Carolina) Gottfried * 12.1.1819 Neuhausen
Instmann Carolina *
3.6.1821 Krumteich
3. Zuordnung der Beerdigungen
Es wurden zwei Beerdigungen von Kindern
gefunden. Todesursache und Beruf des Vaters werden übernommen. Der Vorname des
zweiten Sohnes wird aber mit Friedrich angegeben -> farbige Markierungen
(die Taufe muss noch mal geprüft werden = lila, und „Friedrich“ zur Beerdigung
ist ganz sicher = blau). Zur Beerdigung der ersten Tochter „Anna“ gibt es keine
Taufe.
Michael Neumann
Knecht in Neuhausen, Sohn des verstorbenen Instmanns
Carl N. in Schönwalde, 31 J., ev.
°° 31.11.1816 Catharina Müller Tochter des Arbeiters Gottfried M. in Neuhausen, Stieftochter von Hans Wolf in W...dorf
Anna +
5.8.1817 Neuhausen Instmann,
Bräune (1 J.)
Knecht Michael *
30.12.1817 Neuhausen
Instmann (M: Carolina) Gottfried * 12.1.1819 Neuhausen + 1.6.1823 Krumteich Instmann, Pocken Friedrich
Instmann Carolina *
3.6.1821 Krumteich
4. Suche nach den Taufen der
Eheleute
Die
Taufe von Michael ist in einer anderen Gemeinde gewesen, das Jahr kann also nur
berechnet werden. Die Taufe von Catharina wurde gefunden. Aus den weiteren
Angaben wurde deutlich, dass der Stiefvater aus Wolfsdorf stammt. Es ist offenbar
die erste Ehe von Michael -> Formatierung mit einer Linie als Beginn dieser
Familie
Michael Neumann * ca. 1785
Knecht in Neuhausen, Sohn des
verstorbenen Instmanns Carl N. in Schönwalde,
31 J., ev.
°° 31.11.1816 Catharina Müller * 2.2.1786 Neuhausen Tochter des Arbeiters Gottfried M. in
Neuhausen, Stieftochter von Hans Wolf in
Wolfsdorf
Anna +
5.8.1817 Neuhausen Instmann,
Bräune (1 J.)
Knecht Michael *
30.12.1817 Neuhausen
Instmann (M: Carolina) Gottfried * 12.1.1819 Neuhausen + 1.6.1823 Krumteich Instmann, Pocken Friedrich
Instmann Carolina *
3.6.1821 Krumteich
5. Suche nach dem
Verbleib der Kinder
Der erste Sohn von
Michael und die Tochter Caroline heirateten in der Gemeinde. Als Vater wird in
beiden Fällen „Michael N., Instmann in Krumteich“ angegeben.
Michael Neumann * ca. 1785
Knecht in Neuhausen, Sohn des
verstorbenen Instmanns Carl N. in Schönwalde,
31 J., ev.
°° 31.11.1816 Catharina Müller * 2.2.1786 Neuhausen Tochter des Arbeiters Gottfried M. in Neuhausen,
Stieftochter von Hans Wolf in
Wolfsdorf
Anna +
5.8.1817 Neuhausen Instmann,
Bräune (2 J.)
Knecht Michael *
30.12.1817 Neuhausen °° 23.11.1842 V:
Instmann in Krumteich
Instmann (M: Carolina) Gottfried * 12.1.1819 Neuhausen + 1.6.1823 Krumteich
Instmann, Pocken Friedrich
Instmann Carolina *
3.6.1821 Krumteich °° 11.11.1845 mit
Carl Schulz V: Instmann in Krumteich
6. Klärung der
Ungereimtheiten
Der Taufname des Sohnes
Gottfried ist noch mal zu prüfen und die Taufe der Tochter Anna ist unklar. Es
stellt sich heraus, dass zur Taufe wirklich „Gottfried“ steht und Anna ein
uneheliches Kind von Catharina Müller war. Die Taufe war also unter Müller
abgelegt. Da das Kind als Anna Neumann stirbt, ist Michael der Vater.
Michael Neumann * ca. 1785
Knecht in Neuhausen, Sohn des
verstorbenen Instmanns Carl N. in Schönwalde,
31 J., ev.
°° 31.11.1816 Catharina Müller * 2.2.1786 Neuhausen Tochter des Arbeiters Gottfried M. in
Neuhausen, Stieftochter von Hans Wolf in
Wolfsdorf
unehelich Anna *
3.9.1815 Neuhausen + 5.8.1817 Neuhausen
Instmann, Bräune (2 J.)
Knecht Michael *
30.12.1817 Neuhausen °° 23.11.1842 V:
Instmann in Krumteich
Instmann (M: Carolina) Gottfried / Friedrich * 12.1.1819 Neuhausen + 1.6.1823 Krumteich Instmann, Pocken
Instmann Carolina *
3.6.1821 Krumteich °° 11.11.1845 mit
Carl Schulz V: Instmann in Krumteich
7.
Letzte Durchsicht
Nach
Abgleich aller verfügbaren Daten ist die Familie zu prüfen. Falls alle Angaben
stimmig sind -> farbige Markierung in hellgrün. Diese Texte brauchen nicht
mehr beachtet werden. Sachen die doppelt geprüft wurden, bleiben markiert, um
spätere, erneute Unsicherheit zu vermeiden.
Michael Neumann * ca. 1785
Knecht in Neuhausen, Sohn
des verstorbenen Instmanns Carl N. in Schönwalde, 31 J., ev.
°° 31.11.1816 Catharina Müller *
2.2.1786 Neuhausen Tochter des Arbeiters
Gottfried M. in Neuhausen, Stieftochter von Hans Wolf in Wolfsdorf
unehelich Anna *
3.9.1815 Neuhausen + 5.8.1817 Neuhausen
Instmann, Bräune (2 J.)
Knecht Michael *
30.12.1817 Neuhausen °° 23.11.1842 V:
Instmann in Krumteich
Instmann (M: Carolina) Gottfried / Friedrich * 12.1.1819 Neuhausen + 1.6.1823 Krumteich Instmann, Pocken
Instmann Carolina *
3.6.1821 Krumteich °° 11.11.1845 mit
Carl Schulz V: Instmann in Krumteich
8. Registereinträge
Dinge,
die in einem Register erfasst werden müssen, werden zuletzt bearbeitet. In diesem
Fall die Herkunft von Michael aus einem anderen Kirchspiel (Schönwalde). Andere
Register sind: Unlesbare oder unzuordenbare Dinge (Namen, Orte) oder auch
merkwürdige Dinge.
Michael Neumann * ca. 1785
Knecht in Neuhausen, Sohn
des verstorbenen Instmanns Carl N. in Schönwalde,
31 J., ev.
°° 31.11.1816 Catharina Müller *
2.2.1786 Neuhausen Tochter des Arbeiters
Gottfried M. in Neuhausen, Stieftochter von Hans Wolf in Wolfsdorf
unehelich Anna *
3.9.1815 Neuhausen + 5.8.1817 Neuhausen
Instmann, Bräune (2 J.)
Knecht Michael *
30.12.1817 Neuhausen °° 23.11.1842 V:
Instmann in Krumteich
Instmann (M: Carolina) Gottfried / Friedrich * 12.1.1819 Neuhausen + 1.6.1823 Krumteich Instmann, Pocken
Instmann Carolina *
3.6.1821 Krumteich °° 11.11.1845 mit
Carl Schulz V: Instmann in Krumteich
9. Weitere Quellen
Obwohl
die Kirchenbücher nun vollständig erfasst wurden, kann es zu der beschriebenen
Familie weitere Quellen geben, z.B. das OFB Schönwalde und private
Überlieferungen. Diese sind gesondert markiert (durch einfache eckige Klammern
= andere Kirchenbücher oder doppelte eckige Klammern bei sonstigen Quellen)
einzufügen.
Michael Neumann [* 6.9.1784 Schönwalde]
Knecht in Neuhausen, Sohn
des verstorbenen Instmanns Carl N. in Schönwalde,
31 J., ev.
°° 31.11.1816 Catharina Müller *
2.2.1786 Neuhausen Tochter des Arbeiters
Gottfried M. in Neuhausen, Stieftochter von Hans Wolf in Wolfsdorf
unehelich Anna *
3.9.1815 Neuhausen + 5.8.1817 Neuhausen
Instmann, Bräune (2 J.)
Knecht Michael *
30.12.1817 Neuhausen °° 23.11.1842 V:
Instmann in Krumteich
Instmann (M: Carolina) Gottfried / Friedrich * 12.1.1819 Neuhausen + 1.6.1823 Krumteich Instmann, Pocken
Instmann Carolina *
3.6.1821 Krumteich °° 11.11.1845 mit
Carl Schulz V: Instmann in Krumteich
[[1835: Ausreise mit dem Schiff „Hamburg“
nach New York, danach Bauer in Texas, Quelle: Jery Newman, Urenkel von
Michael]]
Der Umfang ...
... richtet sich nach der
Größe der Kirchgemeinde. Ich halte es für sinnvoll und auch für interessant,
mit den ältesten Unterlagen zu beginnen. Das Ende ist meist durch die
Datenschutzbestimmungen festgelegt und liegt z.Zt. bei ca. 1900. Falls Sie
nicht alles bewältigen wollen, teilen Sie den Zeitraum sinnvoll; vielleicht in
der Hälfte. Ich bin der Meinung, dass man den Schnitt für alle Unterlagen
(Taufen, Hochzeiten, Todesfälle) im gleichen
Jahr machen sollte.
Es ist aus meiner Sicht
günstig, mit den Hochzeiten zu beginnen, und zwar mit denen, die am besten
lesbar sind und alle darin enthaltenen Informationen zur Herkunft der Eheleute
mit abzuschreiben. Danach kann man die Taufen den einzelnen Eheleuten zuordnen.
Erst zum Schluss sind die Todesfälle streng chronologisch einzupflegen, denn
wer schon tot ist, kann nicht noch einmal sterben! Das erleichtert die
Zuordnung von Einträgen, wie: „... starb auch das letzte Kind des alten
Schulzen ...“.
Wenn Sie alle, auch die unleserlichen, unklaren,
unzuordenbaren und sonstigen Einträge, in Ihr Buch aufgenommen haben, ist die Hälfte
geschafft. Nun geht es ans Verknüpfen. So weit wie möglich sind die Geburten
der Eheleute aufzuspüren. Dabei ist es oft hilfreich, wenn das Alter der
Ehepartner bei der Hochzeit oder das Lebensalter beim Tod angegeben ist. Hier
schleichen sich die meisten Fehler ein, denn eine 100-prozentige Sicherheit hat
man bei dieser Zuordnung nie. Aber keine Angst, Zuordnungsfehler sind
unvermeidlich und mindern den Wert des Buches nicht, wenn aus den vorliegenden
Unterlagen keine anderen Schlüsse gezogen werden konnten. Ehegattinnen, denen
keine Geburt zugeordnet werden kann, sind auch unter ihrem Geburtsnamen
abzulegen und mit der Hochzeit zu verknüpfen. Am Ende muss jeder in dem Buch
enthaltene Familienname in einem
Register stehen. Weiterhin müssen alle Träger dieses Namens auch unter dem
einen Eintrag zu finden sein. Das Verknüpfen ist eine der undankbarsten
Aufgaben beim Erstellen eines Ortsfamilienbuches, da über Monate hinweg kein
Fortschritt zu sehen ist, keine neuen Fakten ins Spiel kommen und die Seitenzahl
des Buches auch noch sinkt. Erst gegen Ende merkt man dann aber, wie sich
dadurch das Bild vervollständigt und viele unklare Stellen plötzlich
verständlich werden.
Die Veröffentlichung ...
... kann auf verschiedene
Weise erfolgen.
1. Drucken Sie sich ein
Exemplar, vervielfältigen es in nächsten Copy-Shop und lassen es auch gleich
dort binden. Wenn Sie entsprechend Werbung machen, ist das ein kostengünstiger
Weg.
2. Lassen Sie das Buch in
einem Verlag in Kleinauflage drucken, erhalten sie 10 bis 100 Exemplare, müssen
diese aber auch alle selbst vertreiben, um die Druckkosten zu erwirtschaften.
Zu empfehlen ist die Firma Hohnholt
in Bremen, die ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis hat. Auflagen ab 50
Stück werden bevorzugt.
3. Die dritte Variante
ist die des „Buches on Demand“. Hier wird jeweils nur
ein Buch gedruckt, wenn es eine Bestellung gibt. Dass heißt, Sie bekommen eine ISBN-Nummer
und jeder kann im Buchladen sein Exemplar selber kaufen. Hier müssen Sie aber
schon frühzeitig ein Buchformat festlegen, haben dafür aber relativ wenig
Arbeit mit dem Vertrieb.
Werbung muss sein. Der
einfachste Weg ist das Internet, in dem Sie irgendwie unter den Stichwörtern
„Ortsfamilienbuch“, „Ortssippenbuch“ und dem Ortsnamen selbst zu finden sein
sollten. Daneben bieten sich die jeweiligen Gemeinden innerhalb Deutschlands
an. Für die ehemaligen deutschen Gebiete gibt es meist Kreisgemeinschaften, die
im Internet präsent sind. In deren Zeitschriften ist vielleicht ein kleiner
Beitrag unterzubringen.
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