![]()
Das älteste bekannte Dokument von einem
Plewe in Ostpreußen

© Geheimes
Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz
XX. HA Historisches Staatsarchiv Königsberg,
Etatministerium 137 d Nr. 452
Klange des Schulzen
Philipp Plewe über Hans Quoß
7. Juni 1574
ao
74 den 7 juny
Philip plewe Scholz zur
Grunen Linde, beschweret sich vber hans Quosen das ey er Jhme
eynem manne so zur Grunen Linde wonet eyn erlich vihe mit gewalt
genommen. – 10 R...
Ist darauff den 9 ...
Juny An Tapiau geshriben
Durchleuchtigister
hochgeborener Fürst Gnedig=ster her E Fl dl. sind meine vnderthenige
gevliessene dinste ieder zeit hochstes vleisses
Zunorn Gnedigster Fürst
und her E Fl dl. sol ihn vnderthenigkeit ich nicht bergen/ das kurtz vor
wichener Zeit ein man mit nahmen Bartolome=us zu mir gekommen/ mit bitten vnd
begeren/ ich wolde ihme doch ihn E Fl dl dorffe grune=linde genant/ ahn stadt
vnd von wegen E Fl dl ein par huben/ weil derselben etliche wuste/ vor=leihen
vnd geben/ darauf ich den mich bey demsel=ben manne erkundiget/ von wannen ehr
kome/ ob ehr auch iergends einem Edelmanne mit leibeigen=schaft verhafftet/ da
ehr mir dan angezeigt/ das ehr weiland under E Fl dl gewonet/ entlichen aber
durch gutte worte von Quosen vberreidett E Fl dl Huben besetzet/ vnd vnder den
Quosen Smich begeben/ aber weder vor Smich nach Smeine
kinder demselben Quosen manschaft gelobt vnd zugesagtt
Weil aber der Alde Junker
mit tode abgangen/ und sein Sohn an seiner stad sich des regiments vnderfangen/
hat ehr den armen man die zeit hehr harte geengstett vnd gedrenget also das ehr
solche harte schwere dienstbarkeit nicht lenger ausstehen konnen/ ist dersalben
aus nott gezwungen worden/ sich von ihme zuentbrechen vnd ahn andere Orte Zu
wenden.
Weil ihnen aber Got durch
seine schwere arbeit ein wenig gesegnet/ vnd ehr vber die volle besatzunge ein
wenig viehe gehabt/ vnd dasselbe mitgenhomen.
H...ls hatt ihme Hans
Quos zu Keutern dasselbe viehe so ehr vber die besatzung gehabt mit gewalt aus
vnserem dorf grunelinde weggetrieben/ vnan=gesehen das ehr ihme vf seinem erbe
an viehe vferden saat vnd gebeuden vnd dergleichen mehr gelassen als ehr ihme
vberantwortett/ da ehr vnder ihme gezogen.
Demenach aber Gnedigster
Fürst vnd her derselbe man mit keinem recht vnd billigkeit zur leibeigenschaft
weil ehr vnder ihme nicht Jung worden/ auch keine manschaft gelobt kan
gezwunger werden/ vnd billich iedem damit ihnen Got gesegnet dasselbe zugonnen.
Derwegen ahn E Fl dl mein
vntertheniges bitten E Fl dl wollen den armen man wider solche gewalt des
Quosen schutzen/ vnd dem Quosen mit ernste befehlen das ehr ihme sein viehe/ so
ehr ihme zur grunelinde genohmen zusampt seinen kindern so ehr ihme hin vnd
wider vorschenckett wiederumb zustelle/ damit E Fl dl huben der man be=treiben/
vnd wiederumb/ weil sie gar verwustett zu gange bringen moge.
Zeifel nicht E Fl dl als
der Gnedigste Christlichste Landsfürst des armen mannes not beherzigen vnd ihme
zu dem seinigen vorhelfen werden Solchs wird got der Allemechtige E Fl dl zu
zeitlicher vnd ewiger wolfart reichlich belohnen.
E FL dl.
Vnderthenigster
Philip Plewe Schultz zu
Grunelinde
Das
älteste bekannte Dokument von einem Plew überhaupt


Petrus plew super sententias
© Universitätsbibliothek
Erlangen, Ms. 511
Petri Pleu Lectiones super Sententias Petri Lombardi. Henrici de Hassia
Tractatus duo: a) De reductione effectuum in causas suas, b) De habitudine
causarum etc
Papier · 217 Blatt ·
29,5 x 21 · 1401/1500 & 1434
Handschriftendokument
40102209,T
![]()